DIE NEUORGANISATION DER FINANZVERWALTUNG

Ab Juli 2020 stellt sich die Finanzverwaltung neu auf: Es wird nur mehr ein Finanzamt Österreich geben, das für „normale“ Abgabenverfahren zuständig ist. Ein Finanzamt für Großbetriebe ab einem Umsatz von mehr als EUR 10 Millionen, ein Zollamt Österreich, der Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben und Beiträge sowie ein Amt für Betrugsbekämpfung ergänzen die neue Struktur der Finanzverwaltung.

Jede Organisation muss bestehende Strukturen immer wieder überdenken, um effizient arbeiten zu können. Somit sollte man die Absicht der Finanzverwaltung, sich neu aufzustellen, gut heißen. Unser Berufsstand hofft allerdings, dass es sich nicht nur um Kosten- und Personaleinsparungen handelt. Das Ziel sollte vielmehr ein am „Kunden“ orientiertes Arbeiten sein.

Wir haben prinzipiell eine gute Gesprächsbasis mit der Finanz. Unser Bestreben ist es, auch künftig noch Ansprechpartner greifbar zu haben, um im Sinne einer Verwaltungsvereinfachung Verfahren beschleunigen zu können. Eine Verteilung der Arbeit über ganz Österreich mag kostensparend sein. Was aber nicht dazu führen darf, dass sich jedes Jahr ein anderer Finanzbeamter in den Akt neu einlesen muss.

Ebenso ist der Fachbereich der Finanzverwaltung für unseren fachlichen Austausch wichtig. Es wäre schön, wenn dies auch künftig möglich wäre. So könnte man auch in Zukunft vermeiden, wegen jeder unterschiedlichen Rechtsauffassung ins Rechtsmittelverfahren gehen zu müssen.

Mag. Jochen Pfanner und Dr. Peter Farmer